Pilzwetter

Präzise Niederschlagsanalyse

Die meisten Pilze bilden bei dauerhafter Trockenheit keine neuen Fruchtkörper. Das unterirdische Pilzgeflecht (Myzel) benötigt ein feuchtes Milieu, um Nährstoffe und Wasser für die aufwendige Fruchtkörperbildung aufzunehmen. Häufig sind größere Pilzmengen etwa 14 Tage nach stärkeren Niederschlägen zu erwarten.

Mit dem Pilzwetter von Pilz und Kraut kannst Du Dir nun endlich einen detaillierten Überblick über die Regensummen der letzten 30 Tage verschaffen.

Auf der Karte sind standardmäßig die aktuellen Niederschlagssummen des ausgewählten Tages deutschlandweit zu sehen. Über einen Schieberegler im unteren Bereich lässt sich ein anderer Tag auswählen und die Niederschlagsverteilung vergleichen.

Im Kopf der Karte ist die Ansicht zwischen Tagessummen und kumulierten Werten umschaltbar. In diesem Fall werden die Niederschlagswerte ab dem Startdatum bis zum Zieldatum aufaddiert, um die Gesamtmenge an Niederschlag über einen Zeitraum zu veranschaulichen. Mit dem Schieberegler im unteren Bereich kann der Betrachtungszeitraum ausgewählt werden.

Über einen Abspielknopf neben dem Schieberegler lässt sich der Verlauf der Niederschlagsverteilung Tag für Tag vergleichen.

Die Niederschlagsdaten werden von rund 2.200 Messstationen bereitgestellt und täglich aktualisiert (Quelle: Deutscher Wetterdienst), dabei werden die Flächenwerte aus den Daten der Messstellen interpoliert. Diese lassen sich im Kopf der Karte über einen Schalter einblenden.

Beim Klick auf eine Kartenposition wird dort der Niederschlagsverlauf der letzten 30 Tage angezeigt. Handelt es sich um eine Messstation, lässt sich die exakte Niederschlagsmenge (sonst flächeninterpoliert) ablesen. Durch Abspielen oder das Verschieben der Datumswähler werden die Zeitpunkte als Achsen zum besseren Vergleich in das Diagramm in Echtzeit projiziert.

Neben den Flächenwerten lässt sich die Ansicht auch auf eine radarkorrigierte Version (RADOLAN) umschalten (standardmäßig aktiviert). Hier wird von Radarsystemen der Niederschlag durch Reflexion an Regentropfen, Schnee oder Hagel gemessen und mithilfe der tatsächlichen Messung der Bodenstationen bereinigt. So lässt sich die Genauigkeit der Messergebnisse zwischen den Stationen erhöhen.

Neben den Niederschlagsmessungen lassen sich auch die Höchsttemperaturen im Zeitraum der letzten 30 Tage als Tageshöchstwerte anzeigen und bei Bedarf ebenfalls aggregieren, also die Höchsttemperatur in einem frei wählbaren Zeitraum anzeigen. Ab einer Temperatur von 30°C stellen nämlich viele Pilze ihr Wachstum ein.

Bei der Anzeige von Niederschlägen und Höchsttemperaturen werden standardmäßig die Datumswähler zwischen den Kartenansichten synchronisiert, so dass man gleiche Zeiträume bei der Umschaltung betrachten kann. Durch Aufheben dieser Synchronisierung über das Schloss-Symbol rechts am Datumswähler lässt sich diese Synchronisierung aufheben.

Tipp: In der kumulierten Ansicht (Standardansicht) wird die gesamte gefallene Niederschlagsmenge in einem Zeitraum (Standard: 22-12 Tage vor dem aktuellen Datum) angezeigt und gibt damit einen sehr guten Anhaltspunkt, wo das Pilzaufkommen am größten sein könnte.

Gibt es auch eine App?

Die App hast Du bereits in der Hand. Das Pilzwetter ist so gebaut, dass es sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets und Desktops mit den Vorteilen der höheren Auflösung perfekt funktioniert. Du kannst Dir auch mit wenigen Klicks auf Deinem Smartphone ein App-Icon hinterlegen, um das Pilzwetter direkt von Deinem Startbildschirm als App zu starten.

Android

Auf Deinem Android-Smartphone oder -Tablet öffnest Du einfach das Pilzwetter im Browser (z.B. Chrome), klickst in der Ecke auf die drei Punkte (das Menüsymbol) und wählst "Zum Startbildschirm hinzufügen".

Anschließend kannst Du noch einen Namen vergeben und damit Dein neues App-Icon erzeugen.

Apple

Auf Deinem iPhone oder iPad öffnest Du einfach das Pilzwetter im Browser (z.B. Safari), klickst auf das Teilen-Symbol (Rechteck mit dem Pfeil nach oben) und wählst "Zum Home-Bildschirm".

Anschließend kannst Du noch einen Namen vergeben und damit Dein neues App-Icon erzeugen.

Baumarten

Du möchtest vor der nächsten Tour wissen, wie der Wald im Zielgebiet aussehen könnte?

Kein Problem – lasse Dir die Baumartenverteilung anzeigen, blende nur  einzelne Baumarten ein, lasse Dir die prozentuale Abdeckung in der Rasterzelle anzeigen, oder finde Orte, an denen eine bestimmte Baumart vorherrscht. In Kombination mit den anderen Kartenansichten kannst Du gut einschätzen, was Dich auf Deiner Tour erwartet.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt auf Basis von Satellitendaten aus dem Jahr 2022 die in der Karte angezeigten dominanten Baumarten hochaufgelöst zur Verfügung.

pH-Werte

Du suchst bestimmte Pflanzen, die an spezielle pH-Werte gebunden sind?

Mit der Anzeige der pH-Werte in den oberen Schichten des Bodens (0 -5 cm) kannst Du schneller abschätzen, ob sich ein Ausflug lohnen könnte. Besonders in Kombination mit der Anzeige des Ausgangsgesteins (Premium-Feature) bekommst Du einen umfassenden Überblick über die Situation am Zielort. 

Beim Klick auf eine beliebige Kartenposition erkennst Du den dort aus den Messstellen errechneten pH-Wert mit einer leicht verständlichen Erklärung (von stark sauer bis alkalisch). Du kannst auch über die Legende einzelne pH-Bereiche in der Karte auswählen und nur diese anzeigen lassen.

ISRIC – World Soil Information, ein unabhängiges, internationales StiftungsZentrum mit Sitz auf dem Campus der Universität Wageningen in den Niederlanden stellt auf Basis von Bodenproben, 400 globalen Satelliten- und Fernerkundungsdaten zu Klima, Vegetation (z. B. MODIS), Relief (DGM) und Geologie diese Informationen bereit.

In Kombination mit den anderen Kartenansichten kannst Du gut einschätzen, was Dich auf Deiner nächsten Tour erwartet.

Tipps und Tricks

Premiumfunktionen

Die exklusiven Werkzeuge für Pilzprofis und Kräuterexperten

Bodenfeuchte

Der Niederschlag ist bereits ein guter Indikator für das Pilzaufkommen. In Verbindung mit der Anzeige der Bodenfeuchte in 0 - 30 cm Tiefe wird daraus ein Gamechanger, da zum Beispiel Verdunstung und Wasserablauf nicht  bei den Niederschlägen berücksichtigt werden.

Mit präzisen und flächendeckenden Geodaten, die die Bodenfeuchte im 1km-Raster über 30 Tage visualisieren, können genauere Aussagen über das Vorkommen von Pilzen und Kräutern getroffen werden. Im Tagesvergleich lässt sich der prozentuale Anteil der nutzbaren Feldkapazität, also vereinfacht ausgedrückt, wie voll der pflanzenverfügbare Wasserspeicher im Boden ist, vergleichen.

Das Instrument ist nicht nur für Pilzexperten und Kräuterprofis, sondern auch für Landwirte sowie Garten- und Landschaftsbauer interessant, um die nächsten Vorhaben besser planen zu können.

Ausgangsgestein

Der pH-Wert des Oberbodens ist für viele Organismen, wie zum Beispiel Pflanzen, wichtig. Pilze hingegen nehmen über ihr Myzel auch Mineralien aus tieferen Bodenschichten auf, die häufig über das Gestein im Untergrund abgebenen werden.

In der flächendeckenden Übersicht des Ausgangsgestein werden die wichtigsten Gesteinsarten in Klassen zusammengefasst und mit ihren ungefähren Säuregraden ausgewiesen. So lassen sich ähnlich wie bei den pH-Werten des Oberbodens Bereiche finden, die für zum Beispiel besonders kalkliebende Pilze wie Morcheln oder Trüffeln maßgeblich sind.

Die Visualierung der unterschiedlichen Gesteinsschichten im Untergrund ist auch für Förster, Winzer, Landschaftsplaner und Landwirte im täglichen Aufgabenfeld von Interesse.

 

Nährstoffpotenzial

Bei der Suche nach bestimmten Pflanzen und Pilzen spielt es eine Rolle, ob die Böden im entsprechenden Gebiet nährstoffarm sind.

Aus dem Stickstoffgehalt N, der Kationenaustauschkapazität CEC und dem Gehalt an organischem Kohlenstoff SOC wird das Potenzial für einen nährstoffarmen Boden in 0 - 30 cm Tiefe ermittelt. In Verbindung mit dem pH-Wert, dem Sandanteil und dem Wasserhaltevermögen werden daraus Bodengruppen wie "kalkreich & nährstoffarm", "sauer & nährstoffarm" oder "sandig & nährstoffarm" abgeleitet und in der Karte farblich visualisiert.

Dieses Werkzeug vereinfacht die Gebietssuche nicht nur für Botaniker und Mykologen, sondern auch für Kartierungen im Bereich Natur- und Artenschutz, der Lanschaftsplanung, Forschung und Umweltbildung.

Deutschlandkarte mit Potenzial für nährstoffarme Böden

Schutzgebiete

Für das Sammeln von Pilzen oder Wildkräutern ist es unerlässlich, sich über Schutzgebiete wie Naturschutzgebiete und Nationalparks kundig zu machen, da hier z.B. das Sammeln verboten ist.

Die Kennzeichnung der verschiedenen Schutzgebietsklassen, die sich auch überschneiden können, ermöglicht eine bessere Tourenplanung und Orientierung vor Ort. Die Karte umfasst alle 9 ausgewählte Schutzgebietskategorien des Bundesamts für Naturschutz.

Auch beispielsweise Biologen, Mitarbeitern im Bereich Umwelt und Tourismus oder auch Naturfotografen helfen die geografischen Übersichten bei der täglichen Planung.

Weitere Vorteile des Premiummodells

  • Alle Funktionen des Basismodells
  • Ortssuche und Favoriten für das schnelle Finden von Spots und die effiziente Planung der nächsten Tour
  • pH-Werte für weitere Bodenschichten bis 200 cm Tiefe
  • Höhere Zoomlevel für genauere Kartenansichten (nicht alle Karten verfügen über höher aufgelöste Datenlayer, werden aber vergrößert dargestellt)

 

... und das Ganze ohne Abo und zum fairen Preis